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Kennzeichnungspflicht für CMS-Züchtungen!

16. April 2013

08.04.2013 – Durch die Hintertür (Berliner Zeitung)

Die Zuchtmethode CMS ist umstritten. Nun landete genmanipulierter Chicorée in Bio-Läden.

Etwa vier Euro pro Kilogramm kostete der Chicorée, der im Februar in deutsche Bio-Läden kam. Ein günstiges Angebot. Üblich sind sechs bis sieben Euro, wenn kleinere deutsche Bio-Gärtner ihre Ware anbieten. Die Salatpflanze ist teuer, weil der Anbau aufwendig und die Erträge recht gering sind. Der Billig-Chicorée jedoch stammte von einem Bio-Betrieb aus den Niederlanden – und war mit der umstrittenen Züchtungsmethode CMS hergestellt worden, die von deutschen Bio-Verbänden verpönt wird. CMS wird auch als Gentechnik light bezeichnet.

Laut dem Fachdienst Biohandel, der kürzlich zuerst über den Fall berichtete, soll die Erntemenge der extrem ertragreichen CMS-Chicorée-Sorte Topscore größer gewesen sein als die aller deutschen Bio-Chicorée-Anbauer zusammen – was zu dem Preisverfall führte. Was ist so problematisch an CMS? Die Abkürzung bedeutet Cytoplasmatische Männliche Sterilität. Vereinfacht ausgedrückt werden bei der Zucht des Saatguts artfremde Zellen miteinander verschmolzen, um höhere Ernteerträge zu erzielen. Für Hybridsaatgut werden Elternlinien verwendet, die in Kombination besonders wünschenswerte Eigenschaften besitzen. Diese Elternlinien dürfen sich jedoch nicht selbst befruchten. Um das auf herkömmlichem Weg zu erreichen, könnten die Staubbeutel der Pflanzen sehr aufwendig mit Pinzette und Schere entfernt werden.

Bio-Verbände verbieten Technik
CMS erspart diese Arbeit. Eine artfremde Zelle, die Sterilität besitzt – zum Beispiel Möhren, Sonnenblumen und japanischer Rettich – wird mit einer Zelle der zu züchtenden Pflanze kombiniert. Die gewünschten Zellteile der beiden Arten werden mittels chemischer oder elektrischer Stimulierung zur Zellfusion gebracht. Durch die Verschmelzung entsteht zum Beispiel eine neue Blumenkohlzelle mit der Erbsubstanz (den Mitochondrien) des Rettichs. So kann die gewünschte Sterilität die Artgrenze überspringen.

Nach den Regeln der großen deutschen Bio-Verbände wie Naturland, Bioland und Demeter ist diese Technik verboten. “Das ist glasklar Gentechnik durch die Hintertür”, sagt Naturland-Sprecher Ralf Alsfeld. Zellkerne würden ausgetauscht, es finde eine Vermischung über Artgrenzen hinweg statt, die mit gewöhnlicher Züchtung nicht zu erreichen sei. Das sei für Bio-Produkte völlig inakzeptabel. Weiterer Nachteil: Die Bauern müssen immer wieder Saatgut von Agrarkonzernen nachkaufen, weil die Pflanzen sich nicht zur Nachzucht eignen. Nach den lascheren Regeln des EU-Biosiegels ist CMS jedoch nicht verboten – und das machen sich immer mehr große Bio-Betriebe zunutze.

Sie kommen mit Kampfpreisen auf den Markt. Der dadurch ausgelöste Preisverfall, so der Naturland-Vertreter, mache jenen Bauern das Leben schwer, die die Technik nicht einsetzten. CMS wird vor allem für Kohlsorten eingesetzt, zum Beispiel Weißkohl, Blumenkohl, Brokkoli und Wirsing. Erst neuerdings wird auch verstärkt Chicorée damit gezüchtet. Und CMS-Saatgut nimmt überhand: Bioland muss eine Liste über 200 Posten mit CMS-Saatgut für seine Mitglieder erstellen, damit die Anbauer die Technik überhaupt noch vermeiden können.

Tranche kam aus Münsterland
In den Handel gekommen ist das CMS-Chicorée im Februar über Weiling aus Coesfeld im Münsterland, einen der größten Biogroßhändler in Deutschland, der 850 der hauptsächlich inhabergeführten Bio-Läden beliefert. Sprecher Hanjörg Bahmann räumt ein, dass eine große Chicorée-Tranche aus CMS-Saatgut im Februar verkauft worden sei. “CMS-Ware wird aber nicht nur von Weiling, sondern von fast allen Biogemüse-Lieferanten vertrieben.” Wie viele und welche Bio-Läden betroffen waren, konnte Weiling auf Anfrage nicht beantworten. Geliefert wird fast im ganzen Bundesgebiet. “Viele Bio-Läden beziehen von uns jedoch nur Ware, die den strengeren Verbandskriterien entspricht und nicht nur dem EU-Biosiegel.” Dort sei der Chicorée dann auch nicht aufgetaucht.

Weiling, sagte Sprecher Bahmann, sei durchaus bewusst, dass diese Art der Züchtung kritisch gesehen werde. Der Markt lasse allerdings im Augenblick nicht zu, auf CMS-Gemüse zu verzichten. “Vor allem im Bereich Kohl kommt man kaum darum herum.” Weiling fördere aber intensiv die Entwicklung des Verbandsanbaus nach strengeren Kriterien und die Züchtung sogenannter samenfester Sorten. Das bedeutet, dass anders als bei Hybrid-Züchtungen die aus der Ernte gewonnen Samen erneut eingepflanzt werden können.

Harald Ebner, Sprecher für Agrar und Gentechnik der Grünen im Bundestag, sieht CMS bereits außerhalb des Bio-Anbaus kritisch. “Bei CMS-Hybriden ist Skepsis angebracht, denn es ist kein Verfahren, in dem lediglich die Kenntnis über Gensequenzen zur rascheren Selektion eingesetzt wird, sondern das in die Erbsubstanz eingreift.” Im Bio-Bereich habe eine solche Methode überhaupt nichts zu suchen. “In jedem Fall muss den Verbrauchern unmissverständlich gesagt werden, was sie in ihren Einkaufskorb legen. Denn sonst gibt es keine Wahlfreiheit.” Eine klare Kennzeichnungspflicht sei im Interesse des Verbraucherschutzes und daher dringend notwendig.




Königliches Gemüse trifft „Kartoffel-Sand-Pilze“ Select Catering Berlin: “Mit Kalahari-Trüffeln beginnt die Spargelsaison“

09. April 2013

Auch heute noch liegt der relativ hohen Preis im pflege- und arbeitsintensiven Anbau begründet. Regionaler Beelitzer Spargel in BIO-Qualität – so wie in Select Catrering Berlin ausschließlich verwendet – wird unter Kreuzschmerzen geerntet.

...bester Spargel Brandenburgs

...bester Spargel Brandenburgs

Zudem ist viel Geduld nötig, bis der Spargel im dritten Jahr nach der Pflanzung die erste volle Ernte liefert. Das Schälen hat ebenfalls Tradition. Die Spargelschalen werden bei Verarbeitung stundenlang zu Fond verkocht und liefern später die Grundlage für geschmacksintensive Saucen. Wer also frischen heimischen Spargel essen möchte, muss sich diesen Genuss etwas wert sein lassen.

Um für unser Berlin Catering den Spargelgerichten einen würdigen Rahmen zu geben, haben wir noch ein weiteres besonderes Gemüse parat, so Food-Scout Oliver Theissen von www.select-catering.de – die ersten Kalahari-Trüffel. Bei Trüffeln denkt man als erstes an Südfrankreich und Preise von mehreren Tausend Euro. In Namibia denkt man dabei dagegen an das Ende der Regenzeit in der Kalahari.
Diese Art gedeiht nur in tiefen Sandböden im Osten Namibias und nachdem es ausgiebigen und späten Regen gegeben hat. Deshalb kommen sie in manchen Jahren fast gar nicht vor und werden in anderen Jahren ab Ende März bis Anfang Juni in größeren Mengen zu vergleichsweise moderaten Kilopreisen angeboten.

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„Die afrikanischen Trüffel sind sogar im Fingerfood-Bereich einsetzbar, denn ca. 5 Minuten gegart schmecken sie mit etwas Flor de Sol frisch am besten. In einem Ragout aus Spargelspitzen und einer Zitronen-Butter-Sauce erreicht allerdings man  ungeahnte Gipfel der Geschmacksgenüsse. Wenn Sie unser diesjähriges Spargel-Menu probieren möchten, kontaktieren Sie uns einfach.

Auch gerne als Livecooking im Flying Service.



„BIO-Messe Next Organic am 26. Mai 2013 in Berlin Tempelhof“ Schokoladen-Singles: neue Bio-Catering-Ideen von Select Catering Berlin

04. April 2013

Vinyl ist in. Mit einer Schallplattensammlung lässt sich mehr Romantik verbreiten als mit einer Briefmarkensammlung, besonders wenn einige Exemplare noch aus Schokolade sind. Ja, Sie haben richtig gelesen, es gibt abspielbare Singles aus Schokolade.

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Das Berliner Unternehmen Wohlfarth stellt essbare Handwerkskunst her. In aufwendiger Handarbeit verwandelt der Chocolatier Christoph Wohlfarth in seiner Berliner Werkstatt erlesene, aus biologischer Landwirtschaft stammende Rohstoffe in kleine Kunstwerke. Bereits Anfang des 20. Jahrhunderts wurden Schokoladentaler mit abspielbaren Kinderliedern hergestellt, damals wurden die Rillen jedoch anstatt in die Schokolade in das Stanniolpapier geritzt.

Der Erfinder und Tüftler Peter Lardong hatte dann in den 80gern die Idee zusammen mit einer Schokoladenfrima in Berlin die Singles direkt auf die Schokolade zu schreiben. Heute ist Wohlfarth deutschlandweit der einzige, der die Schokoladen-Schallplatten herstellt. Einfach für 5 min in den Kühlschrank und schon können Hits wie „Ich will keine Schokolade“  von Trude Herr oder „Ich hab noch einen Koffer in Berlin“ von Bully Buhlan abgespielt werden.

Oft fragen uns Kunden, woher habt Ihr nur immer diese Ideen?

Unser Food-Sout Oliver Theissen hat dazu eine einfache Antwort: „Nun, ehrlich gesagt schmücken wir uns sehr oft mit fremden Federn. So sind die Schokoladenschallplatten sind als Start-Up-Beitrag auf der Next Organic am 26.Mai 2013 in Berlin zusehen. Die neue Öko-Messe präsentiert Produkte für Fachbesucher aus den Bereichen Groß- und Einzelhandel, Großverbraucher, Hotellerie, Gastronomie, Dienstleistung, Wellness und Gesundheit. Das Angebotsspektrum umfasst dabei Trockenprodukte, Getränke, Frische-Produkte, Nonfood-Produkte, sowie Vollsortimente.“

„Natürlich lassen wir uns auch von anderen inspirieren und kreieren in unserer kleinen Manufaktur eigene Catering-Produkte.“ Die letzte Entdeckung ist eher zufällig entstanden: etwas Amarant blieb zu lange in der Pfanne… brannte aber nicht an, sondern poppte auf – ganz ähnlich wie Popkorn – unsere PopMusik war entstanden, ein schräges Dessert aus Bananen-Split-Amarant und Singing Choclate, einer Molekular-Schokolade, die auf der Zunge tatsächlich für jede Menge Sound sorgt.“

Haben auch Sie Interesse an neuen BIO-Produkten oder einem innovativen BIO Catering?

Wir beraten Sie gern.



Select Catering Berlin empfiehlt: „Die Hamburger limo-Box“

02. April 2013

Der nächste Sommer kommt bestimmt, auch bei verschneiten Ostern. Aber auch bevor die Temperaturen über 30 Grad steigen, hat Select Catering aus Berlin schon einen perfekten Durstlöscher parat – die limoBox aus Hamburg.

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Messe Berlin: Sie wollen Ihren Messekunden kulinarisch und nebenbei mal etwas Neues, Praktisches  und Leckeres präsentieren? Dann sind die LimoBoxen genau das Richtige. „Unsere Messekunden finden die Idee witzig“, berichtet Kitty van Aarlen, Veranstaltungsleiterin bei www.select-catering.de.

„Per Zapfhahn mischt man sich seine Bio-Limonade einfach selbst. Die Direktsaftmischung nur mit Wasser verdünnen und schon erhältt man eine leckere Öko-Brause – ganz nach Geschmack – denn jeder entscheidet selbst über das verwendete Mischungsverhältnis…“

Durch den Verkauf von großen Mengen in der umweltfreundlichen Bag-in-Box-Verpackung und das Umgehen des Zwischenhandels kommt die limoBOX mit einem unschlagbaren Preis-Leistungs-Verhältnis daher. Mit jedem Kauf trägt man außerdem dazu bei, dass Menschen in Dritte-Welt-Ländern sauberes Trinkwasser bekommen. Denn mit einem Teil der Einnahmen wird die Initiative “Viva con Agua de Sankt Pauli” unterstützt.

Eine limoBOX ergibt ca. 24 Liter bester Bio-Limonade bei einem Mischungsverhältnis von 1:7 (also 1 Teil limoBOX Saftmischung zu 7 Teilen Wasser). Wie viel Kohlensäure man gerne haben will oder wie intensiv der Geschmack sein soll, liegt ganz bei einem selbst.

Die limoBOX ist ideal für Messen, Partys oder auch das Büro – lässt sie sich leicht verstauen und nimmt mit den Maßen von ca. 15,5 x 10,5 x 23 cm kaum Platz ein – also ungefähr so viel wie drei 1 Liter Tetrapacks liegend übereinander.

Weitere Informationen finden Sie unter:

http://www.select-catering.de/performance_messe_catering.html



Buthan, der 1. BIO-Staat

02. April 2013

index Das Himalaja-Königreich Buthan will der 1. BIO-Staat der Welt werden, alle Bauern werden BIO-Bauern.

Pestzide, Kunstdünger, das soll es in Buthan nicht mehr geben. Gedüngt wird mit Mist und Kompost. Die Entscheidung, sagt Buthans Agrarminister Pema Gyamthso, sei praktischer und philosophischer Natur gewesen: In dem bergigen Land würden Pestizide leicht fortgespült und verunreinigten das Grundwasser. “Zugleich sind wir Buddhisten. Wir glauben an ein Leben in Harmonie und Tiere haben dieselben Rechte wie wir und wir mögen es, wenn Pflanzen und Insekten glücklich sind.”

Es gebe keine Deadline zur Umstellung auf die BIO-Wirtschaft, verriet Gyamthso der Zeitung The Guardian. ” Wir erreichen es von Region zu Region und Ernte zu Ernte.”

Quelle: Schrot&Korn 4/2013